Von Barbara Zabka
Witten
„Die Probleme in der Welt müssen die Menschen gemeinsam lösen, ansonsten bedeutet das den gemeinsamen Untergang", so begrüßte Ingo Dienwiebel, Präsident des Rotary Cubs Witten, die Gäste.
Wer zum ersten Mal in die Dritte Welt reise, stehe angesichts der Armut unter einem Kulturschock. „Jede Erzählung ist blass und farblos, wenn man diese alltäglichen Lebensbedingungen selbst sieht", berichtet Ingo Dienwiebel von seinen Erfahrungen. „Ich habe mich meiner Tränen nicht geschämt!"
Die Rotarier haben Hilfsaktionen gestartet, ebenso wie der gemeinnützige Verein Nangina. Initiator Friedhelm Ribberger (Foto) durfte darum gestern aus der Hand des Vizepräsidenten Gerd Benz den mit 3000 Euro dotierten Rotary Witten Preis 2008 in Empfang nehmen. Samt Wanderpokal. Stellvertretend für etwa 30 Wittener Jugendliche, die Sonntag für Sonntag „Sprechspiele" in Gotteshäusern aufführen - für Nangina, für ihre dunkelhäutigen Freunde in Afrika. Der Grundsatz des Vereins lautet „Leben für alle!" Und diese Idee füllen die engagierten jungen Menschen mit Leben. „Ohne unsere Jugend könnte Nangina nicht helfen," weiß Friedhelm Ribberger genau. Die Rotarier selbst betreuen zahlreiche Partnerprojekte in armen Ländern wie Mali. Sie unterstützen Vorhaben, die den Alltag der armen Menschen verbessern: Brunnenbau, Einrichtung von Schulen, Krankenhäusern. Auch die Entscheidung, Nangina in diesem Jahr auszuzeichnen, ist als Unterstützung der Hilfsaktionen für die Dritte Welt zu werten.
In seinem Festvortrag widmete sich Fritz Pleitgen der „Kulturhauptstadt Essen - Essen für das Ruhrgebiet". Anerkennend hob er hervor: „Das Revier als Keimzelle des Wirtschaftswunders kann sich nach dem Strukturwandel endlich von der neuen Seite zeigen."