Katharina Eisenzimmer, Desirée Schnitker und Alina Berends
Für den Für den guten Zweck in den Gottesdiensten im Einsatz:
(v.l.) Katharina Eisenzimmer, Desirée Schnitker und Alina Berends.

Zurück zur Presseübersicht

"Die Glocke" Herzebrock-Clarholz, 27. Mai 2008

Herzebrock-Clarholz (das). „Vielleicht zünden sie einen Funken in unserer Gemeinde, der zukunftsweisend ist", hofft Vikar Thomas Kubsa. Im Blick hat er dabei die Mitglieder des Vereins „Nangina", die am Wochenende gleich drei Gottesdienste gestalteten. Dabei gehen Jugendliche neue Wege, gestalten eine Vorstellung des Vereins, seiner Ziele, seiner Arbeit und ihrer eigenen Überzeugungen.

„Begonnen hat das alles vor mehr als 20 Jahren", informierte Friedhelm Ribberger, Vorsitzender des Hauptvorstands, in der Frühmesse in St. Christina. Nach der Firmung hätten Jugendliche aus Bochum, Dortmund und Witten sich nachhaltig mit der „Eine Welt "-Arbeit beschäftigt. Im Au­gust 1988 folgte die Vereinsgründung. Um ein geeignetes Projekt zu finden, haben sich die Beteilig­ten an den Orden der Missionsärztlichen Schwestern in Kenia gewandt.

Die Unterstützung des Krankenhauses „Heilige Familie" in dem Ort Nangina - daher auch die Namensgebung - begann. „Inzwischen werden 15 Projekte regelmäßig unterstützt", so Ribberger. „Wir sind überzeugt, dass es sinnvoll ist", erläuterte er kurz einige der Felder, auf denen „Nangina" aktiv ist.

Brunnenbau, Krankenhausbau, ambulante Stationen und einiges mehr sichern in Ländern der Dritten Welt ein Stück weit die medizinisch-soziale und schulische Betreuung. Dabei arbeite „Nangina" nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe, unter anderem um die Würde der Spendenempfänger zu achten.

Dabei steht die Kinder- und Jugendarbeit bei „Nangina" hoch im Kurs: „Wir haben zurzeit rund 80 Kinder und Jugendliche", so Ribberger. Diese sind an fast jedem Wochenende in Deutschland unterwegs, um in Gottesdiensten auf „Nangina" aufmerksam zu machen. So jetzt auch in Herzebrock-Clarholz, das sie vor acht Jahren bereits einmal besucht haben.

Im vorgetragenen Dialog, bei dem Katharina Eisenzimmer die Rolle der Kritikerin übernahm, setzten sich zudem Alina Berends und Desirée Schnitker in Szene. „Wer weiß denn, wo das Geld bleibt? Ich habe viele eigene Probleme", stellte Katharina Eisenzimmer beispielsweise fest. „Einige Erwachsene sind immer wieder vor Ort, fahren auf eigene Kosten dorthin, und es werden regelmäßig Berichte erstellt", konterte Desiree Schnikter. Zudem garantiere die Auswahl der Partner in Kenia durchaus Verlässlichkeit für den sinnvollen Einsatz der Gelder.

Mit großformatigen Bildern, die beispielsweise ein Kind mit verbrannter - und in der Ambulanz versorgter - Hand zeigten, verdeutlichten die Jugendlichen ihr Anliegen. Letztlich hielten sie allen den Spiegel vor, wobei Katharina Eisenzimmer tatsächlich mit einem Spiegel durch die Reihen ging. „Wir können nicht einfach dasitzen und warten, bis irgendwann ein Tropfen vom Himmel fällt. Es ist fünf vor Zwölf", wies Desirée Schnitker auf die Dringlichkeit der Hilfe hin. „Nimm dein Stück der Verantwortung wahr, hier und jetzt", forderte sie nicht nur im Stück Katharina Eisenzimmer auf, sondern wandte sich an die ganze Gemeinde.

Hatten die Jugendlichen bereits in der Messe auf Projekte wie das „Familiy Helper Project", auf eine weiterführende Schule und anderes hingewiesen, so nutzten sie nach dem Schlusssegen die Möglichkeit, an den Ausgängen mit den Gottesdienstbesuchern ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen gibt es im Internet.