 |
|
 |
 |
Friedhelm Ribberger (l.)
und Pater Mario Porto
Nangina e.V.: Pater Mario berichtet über seine Missionsarbeit in Kenia
|
|

WITTEN Eigentlich braucht Pater Mario Porto das Laptop, vor dem er sitzt, nicht.
Seine Erzählungen aus Kenia sind auch ohne visuelle Illustration lebendig.
Voller Begeisterung erzählt Pater Mario von seiner Missionsarbeit im Slumgebiet Kariobangi.
Seit 1973 kämpft der Comboni-Missionar gegen die Armut der heimischen Bevölkerung. Unterstützt wird er dabei auch vom Nangina-Verein aus Witten, deren Vorsitzender Friedhelm Ribberger ist. Ihn besuchte Pater Mario nun in Rüdinghausen und berichtete ihm über die aktuellen Fortschritte in Kenia.
Er kümmert sich um die "Ärmsten der Armen"
Der 68-Jährige Italiener ist Gemeinde-Vorsteher für 60.000 Einwohner und kümmert sich um „die Ärmsten der Armen“, wie er in englischer Sprache erklärt. Er erzählt von einer Schule, die durch ein Hochwasser fortgespült wurde.
Der Neubau wurde auch durch Gelder des Nangina-Vereins bezahlt. „Ich war letztes Jahr im Herbst selber vor Ort. Es lohnt sich, sich für diese Menschen einzusetzen“, erzählt Friedhelm Ribberger von seinen ganz persönlichen Eindrücken.
Seit 20 Jahren sammelt der Nangina-Verein Spenden
Seit 20 Jahren sammelt sein Verein mit Sprechspielen in Gottesdiensten nun schon Spenden und das in ganz Deutschland. So kommen im Jahr etwa 200.000 Euro zusammen, mit denen Nangina 15 Projekte im afrikanischen Raum, aber auch in Peru oder auf den Honduras unterstützt.
Pater Mario wollte sich nun bei Friedhelm Ribberger bedanken und berichtete über die Projekte vor Ort. Seine Gemeinde wurde durch die Wahlunruhen erschüttert, viele Bewohner verloren ihr Zuhause, Hilfe ist vor allem in diesen Zeiten bitter nötig.
Praktische Hilfe: Eine Apotheke mit Sonderpreisen
Vor Ort betreut Pater Mario unter anderem eine Apotheke, in der die Medikamente nur ein Viertel des normalen Preises betragen, auch eine Betreuungseinrichtung für Mütter mit ihren Kindern verrichtet wertvolle Arbeit. Die Aidsverhütung zählt ebenfalls zu den Aufgaben der Missionare. Über eine Million Aidswaisen gibt es in Kenia, Pater Mario kann sich nur um einen Bruchteil von ihnen kümmern.
In einer Schule betreut er 450 von ihnen, die Kosten von 20.000 Euro wurden im letzten Jahr zur Hälfte vom Nangina-Verein getragen. „Das Leben muss dort erst einmal ermöglicht werden. Es ist schön zu sehen, dass wir dabei helfen können“, so Ribberger.
Die vielen Bilder auf Pater Marios Laptop machen das Elend der Menschen deutlich, Friedhelm Ribberger wird auch in Zukunft weiter Spenden sammeln.
> Link zum Originalartikel
> Link zum Artikel über Pater Marios Arbeit in Kairobangi, einem Slum in Nairobi
|
|