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"Nangina" - dieser Vereinsname ist seit 1988 weit über Witten und den Ennepe- Ruhr- Kreis mit vorbildlicher Hilfe für Menschen in Not sowie pädagogisch wertvoller Jugendarbeit verbunden. Friedhelm Ribberger, als Vereinsgründer und 1. Vorsitzender die treibende Kraft, erhielt für sein jahrzehntelanges Engagement am 24. Februar diesen Jahres das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Überreicht wurde ihm diese besondere Auszeichnung von Landrat Dr. Arnim Brux.
Ribberger gründete "Nangina" mit dem Ziel, die Lebensverhältnisse in der so genannten Dritten Welt zu verbessern. "Der Name ist eng mit dem ersten Hilfsprojekt, einem Krankenhaus in Nangina an der kenianisch-ugandischen Grenze, verbunden", erklärte Brux.
Heute sind 70 Jugendliche aus Witten, Dortmund, dem Ennepetal-Kreis sowie aus den Sauer- und Münsterland aktiv.
Parallel zu den Mitgliedszahlen wuchs auch die Zahl der Hilfsprojekte, aktuell sind es 13. Sie liegen in Kenia, Äthiopien und Tansania. "Dort wurden Ultraschallgeräte, Sterilisatoren und Operationsgeräte finanziert, jungen Menschen eine Berufsausbildung ermöglicht oder Brunnen für Trinkwasser gebaut. Darüber hinaus vermittelt der Verein Patenschaften und unterstützt Aids-Weisen in Kenia", nannte Brux Beispiele.
Viel Geld gesammelt
Die für die Hilfe notwendigen Gelder sammeln die Mitglieder in Gottesdiensten. In ganz Deutschland präsentieren sie selbstentwickelte Sprechspiele, in denen sie die Not der Menschen beschreiben und zum Nachdenken anregen. "Der Einsatz zahlt sich aus, in mehr als 4000 Veranstaltungen konnten über zwei Millionen Euro gesammelt werden.", zog der Landrat Bilanz.
Ribberger hat daran erheblichen Anteil: Wochenende für Wochenende organisiert und begleitet er die Fahrten. Sein Engagement liefert zudem die Grundlage dafür, dass "Nangina" mit einem vergleichsweise geringen Eigenkostenanteil von 7,7 Prozent mit den Spenden sehr effektiv umgeht. In seiner Laudatio hob Brux auch die besondere Form der Jugendarbeit hervor. Pädagogische Betreuung heißt für Ribberger, mit den Jugendlichen sachkundig über die Arbeit des Vereins zu sprechen und ihnen die Lebenssituationen Anderer nahe zu bringen. "Friedhelm Ribberger ist für die Vereinsmitglieder eine Vertrauensperson, der sie ihre Sorgen und Note mitteilen und die sie um Rat und Hilfe bitten können. Auch telefonisch, auch rund um die Uhr", skizzierte der Landrat. Besondere Zusatzleistung: Der Lehrer bietet den Jugendlichen während der Fahrten regelmäßig Nachhilfe und Unterstützung bei den Hausaufgaben an.
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