Karneval einmal anders

Ein Bericht von Silvia Köhler

Donnerstag, 25. Februar 2010

Nach meinem ersten Nanginawochenende überlegte ich mit zwei Freundinnen, wann wir das nächste Mal mitfahren würden. Da wir alle nicht gerne Karneval feiern, entschieden wir uns für das Karnevalwochenende, um lieber ein eher gemütliches, aber auch spannendes Wochenende zu erleben.

Samstag Nachmittag begann unsere Fahrt aus dem Sauerland nach Witten, von wo aus wir mit den anderen "Nanginesen" nach Recklinghausen fahren wollten. Allmählich wuchs die Spannung: Können wir unsere Rollen für das Sprechspiel noch auswendig? Wo werden wir später ankommen? Und wen werden wir wohl kennen lernen?

In Witten angekommen lernten wir uns aber schnell kennen, als wir alle im Nangina-Bulli saßen. Sofort wurden Erlebnisse aus der Schule und von den letzten Tagen ausgetauscht. Als wir dann in Recklinghausen waren, war es erst einmal gar nicht so einfach, die richtige Kirche zu finden. Der ersten Türme, auf die wir zufuhren, gehörten nicht zur Kirche St. Peter, sondern zu Schulen oder Klöstern. Als wir dann aber Dank Ribbis Ortskenntnis und unserer Aufmerksamkeit doch noch recht schnell die richtige Kirche gefunden hatten, begrüßte Ribbi den Pastor, der vor lauter Karneval ganz vergessen hatte, dass Nangina kommen wollte. Doch alle Beteiligten zeigten mal wieder Improvisationstalent, denn schnell wurde die Gestaltung der Messe organisiert, der Pastor lud uns zum Abendessen in eine Pizzeria ein und das Pfarrheim war glücklicherweise frei, sodass wir auf unseren Luftmatratzen übernachten konnten. Vor dem Schlafengehen lernten wir uns aber natürlich erstmal noch besser kennen und lachten über Ribbis Erlebnisse aus seiner Schulzeit und von früheren Nanginawochenenden.

Nach einer nicht allzu langen Nacht ging es am nächsten Morgen in eine Nachbargemeinde, wo wir mal wieder super aufgenommen wurden und unser Rollenspiel vorführen durften. Für mich war es das erste Mal, dass ich nicht nur die Bilder mit vorgelesen habe, sondern sogar eine Rolle des Sprechspiels, wenn auch nur die kürzeste,  übernommen habe. Auch, wenn ich, aber auch die anderen, ein bisschen aufgeregt waren, hat alles gut geklappt. Am Ende der Messe hielt der Pastor noch eine kleine Karnevalsansprache, sodass wir doch noch etwas karnevalistische Freude mitbekamen.

Nachdem wir dann im Pfarrheim wieder aufgeräumt hatten und unsere Sachen zusammengesucht hatten, ging es schon wieder Richtung Heimat. Auch wenn wir alle ein unterschiedliches Alter hatten und aus ganz verschiedenen Orten kamen, haben wir uns richtig gut verstanden, viel gelacht, viel Neues erfahren und dabei sogar noch etwas Gutes für Menschen in Afrika und Indien getan.

Für mich steht also fest: Das nächste Wochenende mit Nangina kommt bestimmt!

Silvia Köhler
silvia.koehler@freenet.de

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Liebe Silvia, vielen Dank für deinen tollen Bericht!

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Viele Grüße
NANGINA e.V.